– Puh-

– eine Decke in der Größe 1,40 x 2,00 hatte ich bisher auch noch nicht unter der Nähmaschine.

Ich hab eine XXLPatchworkdecke für eine Freundin genäht- ♥

Stoffauswahl und Muster:

….was spricht dagegen eine Patchworkdecke aus Trachtenstoffen zu nähen? Nach dem ich mich durch das Sortiment der Stoffhändler geklickt hab, stand für mich fest die Decke aus Trachtenstoffen zu nähen.

Die Seite „die Trachtlerei“ hat mich wohl am meisten dazu inspiriert. Dort fand ich farblich passende Dirndl-Stoffpakete und anhand dieser kam ich dann auch auf die Idee die Decke aus Trachtenstoffen zu nähen.

Vor dem Zuschnitt hab ich die Stoffe erstmal vorgewaschen. Das sollte das Ausfärben bei der ersten Wäsche schon mal vorab auf ein Maximum minimieren.

Muster:

Was das Muster betrifft, schaute ich mir dazu unzählige Decken von „Bassetti“ an. Bassetti ist eine historische, italienische Marke mit Heimtextilien, unter anderem führt diese Marke auch wunderschönen Decken. Die Farben und Muster sind sehr typisch und meine Freundin liebt diese Decken- genau so in der Art sollte der Musterverlauf in etwa werden….

Vom Zuschnitt her, hielt ich mich an die Angaben einer Skizze, die ich mir im Vorfeld für die Decke gezeichnet habe. …

Für einen zeitlosen Effekt sollte das Farbschema grün, rot und creme sein. Die Stoffe harmonieren allein schon deshalb, da sie aus ein und der selben Stoffkollektion stammen. Den Stoff für die Rückseite wollte ich ursprünglich komplett in grün, am Ende hab ich das nochmal geändert, denn auch hier sollten sich die beiden anderen Farben nochmal wiederholen. –

hier die beiden Rohlinge vorbereitet für die Montage mit dem Volumenvlies-v

Das Volumenvlies-

welches den nun….?????


…und hier war ich von Anfang an unschlüssig. Es sollte ja schließlich keine megafluffdicke Decke wie bei den Babydecken werden. Es gibt eine solche Vielzahl an Volumenvliesen auf dem Markt, wo ich als Neuling mehr oder weniger erst mal im Wald stand- .

So stellte sich mir die Frage nach dem richtigen Volumenvlies  wo ich mich erst mal durch die Quiltforen klickte. Fündig wurde ich dann hier… quelle: smilla-berlin- blog

Volumenvlies P 140.-

Die Beschreibungen  für das universell einsetzbare Volumenvlies waren so ziemlich in jedem Shop ähnlich.

-Das Volumenvlies eignet sich hervorragend für Quilt und Näharbeiten.
-das Vlies hat flammhemmende Eigenschaften
-es fasert nicht durch…
-Es handelt sich bei diesem Vlies um ein nachhaltiges Produkt…das Polyester für das Volumenvlies besteht zu 80% aus recycelten PET-Flaschen.
– ist bei 30 Grad C  waschbar
und… und das war wohl der Punkt der mich am meisten überzeugte…
– behält auch nach vielen Wäschen seine schöne Form. (Formstabil….)

….passt…gekauft.

Anwendungsempfehlung:

-auflegen, anstecken und im Abstand von max. 15 cm versteppen.

Nicht aufbügelbar!

….und hier stand ich vor dem nächsten „Baum“…

Meine üblichen Stecknadeln waren nicht lang genug um die drei Stofflagen miteinander zu verbinden.

Frage: Stecknadeln, Sicherheitsnadeln oder Kleber….?

 Ja die Sache mit dem Kleber, wäre die Decke für mich gewesen, hätte ich mich wohl sofort drüber getraut, aber so… war mir das Risiko hier was zu vermurksen a bissl zu groß und ….  machte den  Fehler mich für die langen Quiltnadeln zu entscheiden…

***

 Sicherheitsnadeln wären wohl gscheider gewesen wie sich dann später herausstellte…Autsch 😉

Okay- Versuch macht kluch- ….  *hust*

Die Frage nach dem passenden Quiltmuster machte mich fast verrückt.

Zu diesem Zeitpunkt hatte ich bereits so viel über das Quilten gelesen und an meiner Pfaff ausprobiert,-

Ja – wie mach ichs denn nun…

-durchgängig quer mit Wellenlinien…?

-oder Wellen und gerader Verlauf-?

…oder nur Linie?

-ja Linien sehen auch super aus.

Nach dem Muster Linien nähen und dann Echolinien dazu und vielleicht in der Mitte noch ein Wabenmuster…?!!!

…unzählige Quilts die ich mir dazu bei Pinterest gepinnt habe, entscheiden konnte ich mich null, –  und so hab ich dann meine Decke erstmal ein paar Tage hängen lassen, ansonsten wäre mir wohl eine Sicherung durchgebrannt.

Nach ein paar Tagen Pause gings dann weiter – .

Quilten

… und während ich das hier schreibe freue ich mich bereits jetzt schon wieder auf die nächste Decke. Bisher habe ich das komplette Nutzpotential meiner Nähmaschine nämlich noch gar nicht wirklich ausgeschöpft. Wellenlinien, Zierstiche… mein Maschinchen hat da so einiges im Programm was ich all die Zeit über noch gar nicht wirklich in Gebrauch hatte. ♥

Ich hab die komplette Decke mit der Nähmaschine gequiltet und hier benötigte ich jede Menge Platz. Sämtliche Tische aus dem Atelier hab ich mir um die Maschine gebaut.

Immer wieder ging ich mit der Decke wieder auf den Boden,( …die Nadeln nachstecken).. neu aufrollen und dann wieder weiter nähen… 😉

Als dann die Decke übers Wochenende teilfertig im Schaufenster hing… – war ich schon richtig stolz auf das Ding.

die Rückseite, …

-hier sah man dann auch schon die Struktur ganz schön. Den Unterfaden wählte ich passend zum Stofff, (-ergiebt einen ganz tollen „Unischtbareffekt“ auf der Rückseite.)

die teilfertige Vorderseite.

die Zierstiche der Nähmaschine – vor allem die Wellen sehen schon mal super aus.

Das Binding

Ja, so nennt man die Abschlußtechnik der Decke. Bis zu diesem Zeitpunkt kannte ich diesen Begriff noch nicht, ich wollte die Decke fertigstellen und suchte mich wieder mal durch’s Netz.

Spulentango„schreibt in ihrem Blog von ihren Quiltanfängen bis zur ihren jetzigen, aktuellen Arbeiten und ich sag’s euch ich war total fasziniert. Was für tolle Arbeiten und alles mit der Nähmaschine gequiltet. Nun gut. – Ich musste mich jetzt erst mal auf die Anleitung für ein ordentliches Binding meiner Decke konzentrieren und schaute mir dazu Marie’s Tutorial an.

Perfekt – so geht’s – (wenn man’s kann- 😉 )

Zum rumprobieren hatte ich jedenfalls keine Zeit. Ich brauchte eine etwas leichtere Methode mit einem annähernd glücklichen Ergebnis….und nähte deshalb mein Binding nicht auf der Vorderseite an, sondern auf der Rückseite. (Trick 17)

Die Ecken nähte ich genauso wie in Marie’s Tutorial beschrieben, bügelte und drehte es wie in der Anleitung auf die andere Seite (war dann bei mir die Vorderseite) und fixierte mit den Klammern.

Danach- steppte ich das Binding am Vorderteil fest. Voila- schon hatte ich den Abschluß für die Decke

Mit diesem Zierstich war ich dann mit dem Abschluß der Decke voll und ganz zufrieden♥.

♥♥♥die fertige Decke♥♥♥

Pünktlich zur Fertigstellung kamen dann auch noch die neuen Lederlabels von Dortex bei mir an .


Es war ein tolles Gefühl als ich diese Decke dann endlich fertig in den Händen hielt.
Überhaupt kein Vergleich zu den bisher genähten Kleidungsstücken. Nomalerweise schneide ich am Abend ein Projekt zu und am nächsten Tag nähe und fotografiere ich dann… Selten, dass ich mal mehere Tage an einem Teil nähe, aber diese Decke forderte Zeit und Geduld. An „ungeduldigen“ Tagen hab ich es wirklich gelassen und mich dann mal nicht an die Decke gesetzt. 😉

Im Rahmen dieser ersten Decke sammelte ich soviel neue Eindrücke und Erkentnisse. Es war schon gigantisch was ich im Netz an Nähprojekten fand.

Der Blog Bernina hat einen komplett eigenen Teil der sich nur mit Patchwork und Quilten befasst, genauso fand ich auch Patchen&Quilten. Die Linkparty wo sich monatlich alles ebenfalls ausschließlich nur um diese Themen dreht. Eine ganz andere Bloglandschaft wo fernab von Selber- bzw. Kleidermachern Patchworkarbeiten den Raum einnehmen. Blöcke, Kissen, Tischläufer , Quilttops und fertige Quilts, Miniquilts …Untersetzer, – was für eine Vielfalt an Design und Farben! …

Mir hat dieses Nähprojekt jedenfalls unglaublich viel Spaß gemacht.
Eine willkommene Abwechslung zu den Dingen die ich normalerweise so unter der Nadel hab‘ und die im Vergleich zu dieser Decke vergleichsweise weniger Anpruchsvoll sind.
Irgendwie hat mich das Quiltfieber schon a bissl angepackt.

Servuuus ihr Lieben♥

2 Responses

  1. Oh ja, hat man einmal angefangen! Ich näh ja kaum Kleidung mehr (da war was mit Passform und so). Quilten ist viel einfacher!

    Deine Decke ist traumhaft geworden – und gleich das fette Vlies. Echt gut gelungen.

    Bis zum nächsten Mal 🙂
    Minerva

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